Stefan Anker: Blog http://www.stefananker.com/blog en-us (C) Stefan Anker mail@stefananker.com (Stefan Anker) Mon, 11 Apr 2016 17:16:00 GMT Mon, 11 Apr 2016 17:16:00 GMT http://www.stefananker.com/img/s/v-5/u38672167-o62420417-50.jpg Stefan Anker: Blog http://www.stefananker.com/blog 120 80 Mein Blog zieht um http://www.stefananker.com/blog/2016/4/mein-blog-zieht-um Liebe Freunde meines Projekts 366,

ich habe mich nach 100 Tagen entschlossen, dem Projekt, das zu meinen freien Arbeiten zählt, einen eigenen Platz im Internet zu geben. Sie finden alle bisherigen Bilder und täglich ein neues Foto unter der neuen Adresse www.malaugefragen.com – dort habe ich ein neues Fotografie-Blog eingerichtet, das sich im Wesentlichen mit Bildaufbau und Bildbearbeitung beschäftigt und dem Projekt 366 breiten Raum gibt. 

Ich freue mich, wenn Sie genauso regelmäßig mein neues Fotografie-Blog besuchen, wie Sie hier hereingeschaut haben. Vielen Dank und auf Wiedersehen bei MalAugeFragen.

 

Stefan Anker

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) http://www.stefananker.com/blog/2016/4/mein-blog-zieht-um Mon, 11 Apr 2016 17:15:41 GMT
Projekt 366 – Eilig auf Reisen http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-eilig-auf-reisen

Wie gestern muss ich sagen, dass ich dieses Foto schon länger im Kopf hatte, es fehlte nur oft beim Umsteigen am Frankfurter Flughafen die Zeit, oder ich hatte für den entsprechenden Tag schon ein anderes Motiv. Jedenfalls hat es heute geklappt, ein paar zum Flugzeug laufende Reisende im Abflugbereich A unter der großen Lichtkuppel zu fotografieren.  

Bei so einem Motiv ist mir wichtig, Bewegungsunschärfe zu erzeugen und weder zu viele noch zu wenige Menschen im Bild zu haben. Darum dauert es ein bisschen, bis das richtig Foto im Kasten ist, schließlich gibt es bei einer Belichtungszeit von 1/15 Sekunde auch den einen oder anderen Fehlschuss. Bildstabilisator? Ja, ist schon erfunden, gibt's aber nicht in jedem Weitwinkelobjektiv. Bei diesem Bild war ich froh, dass ich meine Kamera ruhig genug gehalten habe, denn der Mann in der Mitte zieht nicht nur mit wehendem Mantel einen Rollkoffer hinter sich her, sondern wendet auch noch das Gesicht ein bisschen in meine Richtung. Vielen Dank dafür.

Die große technische Herausforderung für Kamera und Bildbearbeitung ist natürlich der Helligkeitsunterschied zwischen Lichtkuppel und dem Geschehen am Boden. Ich habe die Szene so belichtet, dass der Himmel deutlich überstrahlt, weil in einer Raw-Datei die ausgerissene Helligkeit viel einfacher zurückzuholen ist als abgesumpfte dunkle Bereiche – außerdem ist man beim Blick aufs Display auch froher, wenn das Bild hell ist und wenigstens eine grundlegende Einschätzung seiner Qualität erlaubt.

In dieser Situation kommt wahrscheinlich jeder Kamerasensor an seine Grenzen, da ist die Kombination aus Auge und Gehirn immer noch unschlagbar. Die eingeschränkte Dynamik der Kamera könnte man mit HDR-Software optimieren (HDR = High Dynamic Range, hoher Dynamikbereich), aber ich habe mich bislang noch nicht entschließen können, HDR-Programme oder -Plugins zu verwenden – abgesehen davon, dass es schwierig ist, mehrere Einzelbilder zusammenzurechnen, auf denen sich Leute bewegt haben. 

Nach der Schwarzweiß-Umwandlung und den üblichen Bearbeitungsschritten (Kontrast, Klarheit, Lichter und Weißtöne rauf, Schwarztöne runter, dazu eine Vignette) habe ich mir dann mein eigenes HDR gemacht, in dem ich einen schönen großen Radialfilter über die Lichtkuppel gezogen und darin ein wenig mit Kontrast- und Belichtungswerten experimentiert habe, bis ich mit dem Gesamteindruck zufrieden war.

Leider spiegeln die Scheiben der Lichtkuppel sehr stark, diesen Effekt kann man in der Bildbearbeitung nicht großartig abschwächen. Ich hätte ihn allerdings beim Fotografieren fast ganz eliminieren können, nämlich mit einem Polarisationsfilter vor der Linse. Leider bin ich mit einer eher kleinen Ausrüstung unterwegs und habe keine Filter dabei. Früher habe ich praktisch jeden Himmel mit Polfilter-Einsatz verändert (blaues Drama, Baby!), und für Autofensterscheiben sitzt er auch heute noch auf dem Teleobjektiv (und passt nicht aufs Weitwinkel). Aber die Objektive mit kürzeren Brennweiten sind nun bei mir filterfrei, was in diesem Fall vielleicht ein Fehler war. Ich sollte das Bild bei nächster Gelegenheit mit Polfilter wiederholen und dann zum Vergleich hier einstellen.

Mehr Bilder im Projekt 366:  Die gute alte ZeitMaster of DisasterSpiegelproblemV.I.PeeAm Ende

 
]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Belichtung Belichtungszeit Bewegungsunschärfe Bild Bildbearbeitung Bildstabilisator Brennweite Display Dynamik Flughafen Foto Frankfurt Gesicht HDR HDR-Software Helligkeit Himmel Kamera Kamerasensor Klarheit Kontrast Licht Lichter Lichtkuppel Mann Mantel Menschen Motiv Objektiv Polarisationsfilter Polfilter Projekt 366 Radialfilter Raw Raw-Datei Reise Reisende Rollkoffer Scheibe Schwarztöne Sensor Szene Teleobjektiv Vignette Weitwinkel Weitwinkelobjektiv Weißtöne ausgerissen dunkel eilig schwarzweiß spiegeln überstrahlt http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-eilig-auf-reisen Fri, 08 Apr 2016 16:32:26 GMT
Projekt 366 – Minimalismus http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-minimalismus

Dieses Bild wollte ich schon seit Tagen machen, denn ich will es bei einem Wettbewerb einreichen. Dessen Motto: Minimalismus. Interessant ist, was andere Fotografen da schon eingereicht haben (man kann es leider nur sehen, wenn man in der – empfehlenswerten – Gemeinschaft www.shootcamp.at Mitglied ist), wie unterschiedlich Minimalismus interpretiert wird. Neben manchen Total-Missverständnissen (einer hat einfach den wolkigen Himmel fotografiert) kristallisieren sich zwei Denkrichtungen heraus: Die einen fotografieren minimalistisch, die anderen setzen etwas Minimalistisches in Szene.

Ich habe mit meinem Foto versucht, beides zu kombinieren. Man sieht hier ein typisches Beispiel modernen Produktdesigns, nämlich den Stecker eines MacBook-Ladekabels. Wichtig war mir, einen Teil des Notebooks auch noch zu zeigen und das Kabel vom Rechner wegführen zu lassen, wobei es optisch mit der abgerundeten Ecke des MacBooks korrespondieren sollte. Also habe ich es so gebogen, dass es eine sanfte 90-Grad-Rechtskurve beschreibt.

Zum Fotografieren war hier natürlich ein Stativ nötig, außerdem ist mal wieder meine bevorzugte Blitztechnik zum Einsatz gekommen: Der Blitz stand leicht hinter dem Notebook (also bezogen auf dieses Foto über dem oberen Rand) und schickte sein Licht mit voller Leistung gegen die Zimmerdecke. So sind die ganz weichen Schatten zustande gekommen, die nötig sind, um das Foto wie ein Foto und nicht wie ein Rendering aussehen zu lassen.

Danach habe ich in der Bildbearbeitung in Richtung HighKey gearbeitet, also die Schatten und auch so ziemlich alles andere aufgehellt. Trotzdem lassen sich die unterschiedlichen Weißtöne noch gut voneinander unterscheiden. Eine Megapower-Sättigung des grünen Kontrolllämpchens habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen, und in Sachen Bildaufbau liegt die linke Kante des Steckers auf der rechten vertikalen Drittellinie, und das grüne Lämpchen ist genau mittig zwischen Ober- und Unterkante des Bildes angeordnet. Wer sich fragt, ob man nicht auch noch einen Teil des MacBook-Monitors sehen müsste, der hat Recht. Ich habe diesen Bildteil (ganz klein in der oberen rechten Ecke) weggestempelt, weil das Schwarz der Display-Umrandung den minimalistischen Gesamteindruck gestört hat.

Also: Ein ordentliches Produktfoto ist das zumindest schon mal, finde ich. Ob ich im Minimalismus-Wettbewerb damit maximale Chancen habe, wird sich noch erweisen müssen. Ende April steht das Ergebnis fest, ich teile es dann mit – wenn es gut ist ;-)

Mehr Bilder im Projekt 366:  Master of DisasterSpiegelproblemV.I.PeeAm EndeNoch vier Wochen

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Bild Bildaufbau Bildbearbeitung Blitz Blitztechnik Decke Drittellinie Ecke Foto Fotograf HighKey Kabel Kontrolllämpchen Kurve Ladekabel Licht MacBook Minimalismus Notebook Produktdesign Produktfoto Projekt 366 Rechner Schatten Shootcamp Stativ Stecker Sättigung Weißtöne Wettbewerb Zimmerdecke aufhellen fotografieren grün minimalistisch http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-minimalismus Thu, 07 Apr 2016 21:09:00 GMT
Projekt 366 – Bis der Kühler kocht http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-bis-der-k-hler-kocht

Zum ersten Mal war ich heute bei der Techno Classica, der Oldtimermesse in Essen. Und ich bin immer noch schwer beeindruckt:  eine unglaubliche Vielfalt an Autos, Zubehör, Devotionalien – und ein Preisniveau zum Luftanhalten. Den Traum vom alten Porsche, wenn ich ihn je gehabt hätte, müsste ich mir spätestens heute abschminken, denn unter 100.000 Euro bekommt man offensichtlich keinen ganz normalen 911 aus den 60er-Jahren mehr, jedenfalls keinen restaurierten. Also habe ich mich aufs Gucken und Fotografieren beschränkt, vorwiegend habe ich Details mit dem 50-Millimeter-Objektiv ins Visier genommen.

Hier zeige ich ein schönes Kuriosum, nämlich den Kühlerdeckel des Bentley EXP2 von 1921. EXP steht für Experiment, das Auto war ein Prototyp, um einen neu entwickelten Motor zu testen. Der drei Liter große Vierzylinder war mit Vierventiltechnik ausgestattet und leistete stattliche 65 PS. Meinen Blick hat das integrierte Thermometer im Kühlerdeckel angezogen, es zeigt dem Fahrer die drei wichtigsten Gesundheitsstufen des Motors: Cool – Normal – Boiling (und wer nicht weiß, was Boiling bedeutet, soll mal seinen Boiler voll aufdrehen).

Es war nicht so ganz leicht zu entscheiden, ob die Schärfe auf der vorderen Glasscheibe des Thermometers liegen sollte oder auf dem hinteren Glas. Dafür habe ich mich am Ende entschieden, auch wenn die Wörter natürlich spiegelverkehrt zu sehen sind. Sie sind aber so dominant gegenüber den eher blassen Buchstaben auf dem vorderen Glas, dass das Bild falsch fokussiert wirkt, wenn sie leicht unscharf abgebildet werden. Ich hätte natürlich auch die Blende (hier: 2.8) weiter schließen können, aber dann hätten sich die Scheinwerfer und Lampen an der Decke nicht so wunderbar in viele bunte Lichtkreise aufgelöst.

In der Bildbearbeitung habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, kräftig an all jenen Reglern zu ziehen, die Dynamik und Kontrast des Bildes erhöhen – an der Sättigung habe ich allerdings nichts gemacht, den Regler lasse ich in der Regel auch in Ruhe. Man bekommt schon sehr viel Druck ins Bild, wenn man Lichter und Weißtöne hochzieht und die Schwarztöne herunter, da erhöhe ich nicht noch die Farbwirkung, das wäre mir dann zu viel des Guten. 

Den letzten Trick will ich aber gern verraten: Radialfilter um das Thermometerglas, Belichtung und Schärfe erhöhen – das klappt natürlich nur, wenn man beim Fotografieren darauf geachtet hat, dass hinter dem Thermometer kein weißes, sondern ein eher dunkles, also farbiges Licht zu erkennen ist. Dann würde das Thermometer überstrahlen, während es jetzt gewissermaßen unauffällig aufgehellt ist und ganz natürlich die Blicke auf sich zieht.

Mehr Bilder im Projekt 366:  SpiegelproblemV.I.PeeAm EndeNoch vier WochenGeneralprobe

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) 50 Millimeter 50-Millimeter-Objektiv Auto Belichtung Bentley Bentley EXP2 Bildbearbeitung Blende Blende 2.8 Blick Detail Dynamik Essen Farbwirkung Glas Kontrast Kühler Kühlerdeckel Lampe Licht Lichter Lichtkreis Messe Motor Objektiv Oldtimer Oldtimermesse Projekt 366 Prototyp Radialfilter Scheinwerfer Schwarztöne Schärfe Sättigung Techno Classica Thermometer Weißtöne Wörter farbig fokussiert fotografieren schwarz spiegelverkehrt unscharf weiß http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-bis-der-k-hler-kocht Wed, 06 Apr 2016 21:58:00 GMT
Projekt 366 – Drama im Garten http://www.stefananker.com/blog/2016/4/drama-im-garten Wenn gar nichts mehr geht – ein Makro mit offener Blende geht immer. Und wenn man es dann noch in Schwarzweiß umwandelt, ist es schon fast Kunst.

Scherz beiseite, heute lag tatsächlich so viel andere Arbeit an bei mir, dass ich kein Motiv fürs "Projekt 366" vorbereiten konnte. Also habe ich mein Makro-Objektiv aufgesetzt, Blende 2.8 vorgewählt und mir ein Detail im Garten gesucht. Es handelt sich hier um den Stumpf eines längst abgesägten Astes, wobei ich beim besten Willen nicht mehr weiß, wer da noch ein Loch hineingebohrt hat – und warum.

Jedenfalls geht es dem Baum gut, keine Sorge, auch wenn ich mit der Schwarzweiß-Umwandlung und der damit einhergehenden Erhöhung von Kontrast und Klarheit ziemlich viel Drama im Bild erzeugt habe (die Vignette tut das Ihre dazu). Ich mag das Foto, aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen wieder "echte" Motive vor der Linse habe.

Mehr Bilder im Projekt 366:  V.I.PeeAm EndeNoch vier WochenGeneralprobeMorgenlicht

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Ast Baum Bild Blende Blende 2.8 Detail Drama Garten Klarheit Kontrast Kunst Loch Makro Makro-Objektiv Motiv Objektiv Projekt 366 Stumpf Vignette offene Blende schwarzweiß http://www.stefananker.com/blog/2016/4/drama-im-garten Tue, 05 Apr 2016 19:01:11 GMT
Projekt 366 – Alles offroad oder was? http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-alles-offroad-oder-was
 

Das wird dieses Auto nie wieder erleben: Wie bei jeder Pressepräsentation eines SUVs gab es auch für den neuen VW Tiguan einen Parcours, auf dem er seine Offroadqualitäten beweisen konnte. Nur dass die Mehrzahl seiner künftigen Besitzer sich nicht mal trauen würde, ein Gefälle wie auf diesem Foto in Angriff zu nehmen – und dann noch ohne befestigte Straße, das geht ja gar nicht.

Trotzdem werden Autos mit Offroadqualitäten gekauft wie blöd. Ich selbst will so einen Wagen (noch) nicht haben, aber zum Fotografieren eignen sie sich allemal sehr gut, weil man dem nagelneuen Hochglanzprodukt eine etwas ruppige Umgebung als Kontrast zuordnen kann. Meine Lieblings-Offroadproduktion der jüngeren Vergangenheit ist die vom Bentley Bentayga, einem Mehr-als-200.000-Euro-Auto, das wir in Sachen Offroad deutlich härter gefordert haben als hier den Tiguan.

Beim neuen VW war der sehr helle Himmel unter Abwesenheit der Sonne die besondere Herausforderung – nicht unbedingt beim Fotografieren selbst, aber hinterher in der Bildbearbeitung. Die geschlossene Wolkendecke wirkte wie eine gigantische Softbox und hat viel zu helle Stellen auf dem blauen Metalliclack und auf der Windschutzscheibe hinterlassen. Um wieder einen einigermaßen homogenen Eindruck des Autos zu erzeugen, habe ich insgesamt fünf Radialfilter eingesetzt – das sind Kreise und Ovale in beliebiger Form und Größe, die man mit einem Bearbeitungseffekt belegen kann, in meinem Fall waren das teils Abdunklungen, teils Aufhellungen (an der Seite). Und ganz zum Schluss kam noch ein großer Radialfilter über das ganze Auto, der es insgesamt um eine viertel Blendenstufe aufgehellt hat.

Des weiteren habe ich mit Sättigung und Luminanz (Leuchtdichte) des Blautons gespielt,um eine gute Mischung aus Originaltreue und Auffälligkeit zu erreichen – vor allem weil ich den Weißabgleich des Fotos so verändert habe (in Richtung Wärme), dass der Sand noch eine Farbe aufweist und nicht einfach grau ist. Wenn jemand sagt, meine Bearbeitung mache das Bild ein wenig künstlich: Ja, kann sein. Mir geht es hier jedoch mehr um die Inszenierung als um Dokumentation. Am liebsten würde ich so ein Foto mit einer oder zwei mobilen Studioleuchten machen (die ich noch kaufen müsste), und dann sieht es auch nicht unbedingt echt aus – aber toll.

Vielleicht noch ein Wort zum Motiv selbst: Es hilft immer, die Angebote, die einem die Umgebung macht, auch anzunehmen. Will sagen: Es wäre in diesem Fall absolut töricht gewesen, den Steinstapel, den jemand so liebevoll aufgeschichtet hat, nicht ins Bild zu integrieren. "Vordergrund macht Bild gesund", heißt es etwas hölzern in vielen Foto-Ratgebern. Ohne Reim gesprochen: Vordergrund schafft Tiefe, und wenn man nicht ein einfaches grafisches Muster (Büroklammer von oben o.ä.) inszenieren will, dann hilft Tiefe eigentlich jedem Foto. 

Und wer sich nicht nur für das Bild, sondern auch für das Auto interessiert, der findet meinen Fahrbericht hier in der "Welt".

Mehr Bilder im Projekt 366:  Am EndeNoch vier WochenGeneralprobeMorgenlichtKorkenzieher
]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Abdunklung Aufhellung Auto Bentayga Bentley Bentley Bentayga Bild Bildbearbeitung Blendenstufe Dokumentation Farbe Foto Gefälle Himmel Inszenierung Kontrast Lack Leuchtdichte Luminanz Metallic Metalliclack Motiv Projekt 366 Radialfilter SUV Sand Softbox Sonne Straße Sättigung Tiefe Tiguan VW VW Tiguan Vordergrund Wagen Weißabgleich Windschutzscheibe Wolken Wolkendecke Wärme blau fotografieren hell künstlich offroad http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-alles-offroad-oder-was Mon, 04 Apr 2016 16:11:19 GMT
Projekt 366 – Es grünt so grün http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-es-gr-nt-so-gr-n

Jetzt wird es Frühling! Meine ersten drei April-Fotos sind alle irgendwie grün, und das kann ja kein Zufall sein. Beim heutigen Bild half allerdings der Zufall, denn das Foto, was ich eigentlich machen wollte, wollte mir nicht recht gelingen. Und wie ich so nach Hause radelte, die Kamera über der Schulter, da sah ich diese kräftig sprießende Hecke in tiefstehender Nachmittagssonne.

Es gibt eine Kritik an diesem Bild, die ich sofort akzeptiere: Wenn nämlich jemand sagt, das sei eigentlich nur ein Hintergrund, und es fehle das Motiv. Das sage ich auch oft zu solchen Bildern, obwohl ich hier einwenden würde, dass die knapp gesetzte Schärfe auf exakt den Blättern, die hervorstehen, und der etwas unheimliche Fußweg rechts neben der Hecke auch für eine eigene Bildwirkung stehen können.

Andererseits habe ich mir diese Stelle natürlich als Hintergrund gemerkt und werde sie irgendwann für ein Porträtfoto verwenden. Der Mensch, um den es dann geht, könnte neben den jetzt per Schärfe hervorgehobenen Blättern stehen. Oder in einem der Lichtkegel weiter hinten – die Schärfe müsste dann natürlich dorthin verlagert werden, ist ja klar.

In Sachen Bildbearbeitung ist hier auch einiges gelaufen. Neben der Anhebung von Klarheit, Kontrast und Dynamik (mein Standardprogramm) habe ich hier noch am Weiß-Regler gezogen (nach oben) und am Schwarz-Regler (nach unten), zudem ist das Grün separat gesättigt, und zum Schluss kam eine Vignette (Abdunklung der Ecken) hinzu. Außerdem habe ich die rechte Hälfte des Bildes mit einem Verlaufsfilter um eine halbe Blendenstufe abgedunkelt. Wie üblich gilt: So waren die Lichtverhältnisse nicht wirklich, aber so habe ich sie mir vorgestellt.

Mehr Bilder im Projekt 366:  Noch vier WochenGeneralprobeMorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. Februar

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Abdunklung April Bild Bildbearbeitung Bildwirkung Blendenstufe Blätter Dynamik Foto Frühling Fußweg Hecke Hintergrund Kamera Klarheit Kontrast Lichtkegel Lichtverhältnisse Mensch Motiv Nachmittag Nachmittagssonne Porträt Projekt 366 Schärfe Sonne Verlaufsfilter Vignette gesättigt grün schwarz weiß http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-es-gr-nt-so-gr-n Sun, 03 Apr 2016 16:42:22 GMT
Projekt 366 – Skoda, immer Skoda http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-skoda-immer-skoda

Wir sehen einen Mann, der mit sich im Reinen ist. Es ist nicht seine Stärke, direkt in die Kamera zu lächeln, aber wenn er auf das Modellauto schaut, dann sieht er entspannt und zufrieden aus. Dieses Bild wird demnächst zusammen mit anderen Bildern auf www.welt.de/motor erscheinen, in der Reihe "Petrolhead der Woche". Wofür dieser Petrolhead hier schwärmt, wird hoffentlich beim Blick auf das Foto sofort klar: Es ist die Marke Skoda. Privat fährt er ein zeitgemäßes Modell, sein Haus steckt voller Bilder, Prospekte und Modellautos, und der Höhepunkt in seinem Auto-Leben war die Restaurierung seines Skoda 120 GLS, Baujahr 1980. Und nein, seine Frau ist nicht genervt, die hat beruflich mit Autos zu tun und war bei den Reparaturarbeiten eine große Stütze.

Die fotografischen Herausforderungen waren hier zweierlei: Erstens die pralle Sonne, zweitens die Schwierigkeiten mit dem Lächeln. Sonne erzeugt immer auch Schatten, und man muss dann versuchen, Motiv und Kamera so aufeinander auszurichten, dass die Schatten keine bildwichtigen Teile verdecken. Hier haben wir den größten Teil des Gesichts im Licht, die Kühlermaske des Autos sieht auch gut aus, und vor allem ist das Modellauto schattenfrei. Der Kinnschatten ist zwar riesig, stört aber kaum, und der Nasenschatten geht fast ganz am Mund vorbei – für mich ist das völlig okay. Ich fotografiere so etwas auch gern bei bedecktem Himmel, aber die Sonne hat ja auch ihr Gutes: Hier bringt sie das herrliche 70er-Jahre-Grün des Autos schön zum Leuchten.

Ich hatte es schon mal an anderer Stelle geschrieben: Wenn man kein entspanntes Lächeln bekommt, ist man als Fotograf erstens auch mitschuldig, und zweitens kann man sein Modell dann irgendwo anders hinsehen lassen. Nur darauf achten, dass das Gesicht nicht zu weit weggedreht wird, sonst sieht man nichts mehr von dem Menschen, den man doch eigentlich porträtieren wollte. Aber dem genügt es in der Regel auch, den Blick nur ganz wenig von der optischen Achse Auge – Kamera abwenden zu dürfen. Schon entspannen sich die Gesichtszüge, und beide Seiten haben etwas davon.

Mehr Bilder im Projekt 366:  GeneralprobeMorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. FebruarEntdecker

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Auto Bild Blick Foto Fotograf Gesicht Himmel Kamera Kinnschatten Licht Mann Mensch Modell Modellauto Motiv Mund Nasenschatten Petrolhead Porträt Projekt 366 Schatten Skoda Skoda 120 GLS Sonne bildwichtig fotografisch grün lächeln porträtieren schattenfrei http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-skoda-immer-skoda Sat, 02 Apr 2016 21:45:00 GMT
Projekt 366 – Donald im Teich http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-donald-im-teich

Dies hier ist nicht nur ein Foto, es ist ein Plädoyer: Bitte gehen Sie auf Augenhöhe, wenn Sie Tiere fotografieren. Sie können diese Regel natürlich brechen wie jede andere Regel auch, doch Ihre Tierfotos werden dann nicht so gut aussehen. Selbst wenn Sie in die Hocke gehen, um eine Ente auf einem Teich zu fotografieren, dann schauen Sie von oben auf den Vogel herab, und das taugt fast immer nichts. Ich habe hier in unserem Garten tatsächlich auf dem Bauch gelegen und mich Stück für Stück näher an den Teich gerobbt. Das ging, weil die Enten sich putzten und dann schliefen. Als ich die richtige Position hatte, habe ich weit von den Tieren entfernt Steinchen ins Wasser geworfen, um etwas Aufmerksamkeit zu erzeugen, und dieser Schuss ist dann von allen Bildern, die entstanden sind, mein Lieblingsmotiv.

Donald (meine Frau und ich nennen ihn so, weil er mit seiner Daisy regelmäßiger Gast ist) guckt in meine Richtung, hebt sich schön vom Hintergrund ab, spiegelt sich im glatten Wasser (wie gesagt, die Steine fielen weiter weg) und sitzt nach einem leichten Beschnitt des Bildes perfekt auf dem Schnittpunkt der oberen und der linken Drittellinie. Ebenso perfekt war übrigens der Schein der Nachmittagssonne, ich habe dieses Mal in der Bildbearbeitung nichts unternommen – außer natürlich meine drei Standard-Operationen: Klarheit, Kontrast und Dynamik ein Stück nach oben.

Mehr Bilder im Projekt 366:  MorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. FebruarEntdeckerBin ich schön?

 
]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Augenhöhe Beschnitt Bild Bildbearbeitung Donald Drittellinie Dynamik Ente Foto Garten Hintergrund Klarheit Kontrast Motiv Projekt 366 Schnittpunkt Sonne Teich Tier Tierfoto Vogel Wasser fotografieren spiegeln http://www.stefananker.com/blog/2016/4/projekt-366-donald-im-teich Fri, 01 Apr 2016 16:23:37 GMT
Projekt 366 – Davidstern http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-davidstern

Das Jüdische Museum in Berlin hat mir heute Nacht eine fotografische Aufgabe gestellt, die ich nicht lösen konnte. Mit dem Bildaufbau bin ich ganz zufrieden – jedenfalls dafür, dass ich das Foto nach einem sehr späten Feierabend auf dem Weg zum Parkplatz gemacht habe: Wir sehen das Symbol des Museums, nämlich den Grundriss des 1998 fertiggestellten Baus – er kann und soll als zerschmetterter Davidstern verstanden werden. Daneben in der Unschärfe ist der Giebel des ehemaligen Berliner Kammergerichts aus den 30er-Jahren des 18. Jahrhunderts zu erkennen – dieses Gebäude wurde ins Jüdische Museum integriert und beherbergt auch den Haupteingang. 

Ich denke sogar, dass die Herausarbeitung der unterschiedlichen Schwarztöne gelungen ist – das Museumssymbol prangt am oberen Teil einer Stele, die sich bei genauem Hinsehen vom Nachthimmel unterscheidet (das kommt dann aber auch auf den Monitor an, auf dem man sich das Foto ansieht, auf kalibrierten Geräten sollten sich die Schwarzgrade wahrnehmbar, aber auch nicht zu deutlich voneinander unterscheiden). Was mich aber total verstört, ist der seltsame Farbverlauf in dem Symbol, das ich beim Fotografieren als einheitlich rot wahrgenommen habe. Hier changiert die Farbe aber über orange ins Gelbe, und das liegt nicht an der Bildbearbeitung, sondern ist auch auf den unbehandelten Raw-Dateien so.

Sachdienliche Hinweise sind hoch willkommen.

Mehr Bilder im Projekt 366:  KorkenzieherEs ist wirklich der 9. FebruarEntdeckerBin ich schön?, Es hat gefunkt

 

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Bau Berlin Bildaufbau Bildbearbeitung Davidstern Farbverlauf Gebäude Giebel Grundriss Himmel Jüdisches Museum Kammergericht Monitor Museum Nacht Nachthimmel Projekt 366 Schwarztöne Stele Symbol Unschärfe fotografieren fotografisch gelb jüdisch kalibriert orange rot http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-davidstern Thu, 31 Mar 2016 21:57:33 GMT
Projekt 366 – Checkpoint Charlie http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-checkpoint-charlie

Was unterscheidet den Fotografen vom Touristen? Der Fotograf sieht anders, und er wartet, bis er bekommt, was er sieht. Hört sich vielleicht etwas hochtrabend an, aber letztlich ist es genau so, und ich möchte es an diesem Bild hier gern erklären. Wir sehen die Kreuzung Friedrichstraße/Zimmerstraße in Berlin, besser bekannt als Checkpoint Charlie. Hier war früher der berühmteste aller Grenzübergänge, er verband/trennte den amerikanischen und den sowjetischen Sektor. Heute ist von den Gebäuden nichts mehr zu sehen, es steht nur noch die Nachbildung einer amerikanischen Grenzerbaracke da, wo sich Touristen mit zwei Schauspielern in Uniform fotografieren lassen.

Will man die Kreuzung in ihrer Gesamtheit erfassen, ist die Baracke sehr klein, so dass es für mich nicht so schlimm ist, dass sie hinter der Fahrradfahrerin verschwunden ist. Erkennbar wird Checkpoint Charlie ohnehin eher durch das riesige Porträt von Sergeant Jeff Harper, einem echten amerikanischen Soldaten, der in den 90er-Jahren in Deutschland stationiert war. Er blickt unverwandt gen Osten, während auf der Rückseite ein russischer Soldat nach Westen sieht. 

Normalerweise kann ein Bild dieses Platzes kaum mehr als ein Dokument sein: Man erkennt das riesige Harper-Foto, weiß daher, wo man ist – fertig. Gleichzeitig ist aber der ehemalige Checkpoint eine der belebtesten Kreuzungen Berlins, auch weil hier das viel besuchte Mauermuseum steht (linke Straßenseite). Und genau die Unruhe, die der historische Platz heute ausstrahlt, wollte ich auf dem Foto zeigen. Darum habe ich mich hingehockt und die Kamera leicht schräg gehalten – diese Perspektive erzeugt schon mal mehr Dynamik als ein gerade ausgerichtetes Foto aus normaler Augenhöhe. Blende 8 gibt mir Tiefenschärfe von vorn bis hinten – die wollte ich haben, weil ich für den Vordergrund auf eine/n Fahrradfahrer/in gewartet habe, den/die ich mit einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunde verwischt im Bild haben wollte (und es reicht, wenn eine Zone im Bild nicht scharf ist).

Diese Idee kann jeder haben, man muss dazu nicht als Fotograf arbeiten. Das Problem für den Gelegenheits-Fotografen ist nur: Er bringt oft nicht die Zeit auf, um seine Idee zu verwirklichen – weil der Reisebus gleich weiterfährt, oder weil er sich sonst bei seiner wartenden Familie unbeliebt macht. Denn weil dieser Platz so belebt ist, musste ich exakt 24 Minuten warten, bis sich diese Szene ergab: Fahrradfahrerin sehr dicht an der Kamera, gleichzeitig keine Autos, Reisebusse oder Lkw im Bild. 

Am Ende hat sich das Warten aber gelohnt, finde ich, und dann habe ich natürlich in der Bildbearbeitung noch ein bisschen Gas gegeben. Als Streetfoto hat das Motiv die Umwandlung in Schwarzweiß gut vertragen, der Kontrast ist natürlich stark erhöht, und für die Vignettierung habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen. Statt eine leichte Vignette einzusetzen (also die Abdunklung der Ecken), habe ich von jeder Ecke aus einen Verlaufsfilter Richtung Mitte gezogen. Ein Verlaufsfilter wendet den ausgesuchten Effekt zunächst stärker und mit zunehmender Ausdehnung immer schwächer an, er wirkt also wie ein Farbverlauf, nur eben mit Abdunklung, Aufhellung oder welcher Veränderung auch immer. Hier habe ich eine Abdunklung um ca. eine halbe Blende eingesetzt, um die Fahrradfahrerin und das Harper-Plakat herauszuheben. Danach kam noch eine leichte Aufhellung der Radfahrerin (eine viertel Blende) per Radialfilter.

Es liest sich komplizierter, als es war, aber ein bisschen Zeit muss man mit gelungenen Fotos hinterher auch noch verbringen, finde ich – auch das ist sicher ein Unterschied zwischen professionellem Fotografen oder ambitioniertem Amateur und demjenigen, der nur gelegentlich zur Kamera greift. 

Mehr Bilder im Projekt 366:  MorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. FebruarEntdeckerBin ich schön?

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Abdunklung Aufhellung Augenhöhe Belichtungszeit Berlin Bild Bildbearbeitung Blende Checkpoint Charlie Dynamik Fahrrad Fahrradfahrer Farbverlauf Foto Fotograf Friedrichstraße Gebäude Grenzübergang Jeff Harper Kamera Kontrast Kreiuzung Mauermuseum Perspektive Photography" Platz Porträt Projekt 366 Radialfilter Sektor Sergeant Harper Soldat Street Streetfoto Szene Tiefenschärfe Tourist Verlaufsfilter Vignette Vignettierung Vordergrund amerikanisch amerikanischer Sektor ausgerichtet historisch scharf schräg schwarzweiß sowjetisch http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-checkpoint-charlie Wed, 30 Mar 2016 21:15:00 GMT
Projekt 366 – Balanceakt http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-balanceakt

Diese Woche arbeite ich täglich in der Redaktion der "Welt" mit, und da lag es nahe, mich mit der Kamera mal um die Skulptur "Balanceakt" zu kümmern. Sie ist ein Werk des Bildhauers Stephan Balkenhol, steht seit 2009 vor dem Verlagsgebäude der Axel Springer SE und soll neben anderem an die Schwierigkeit erinnern, die Freiheit zu erhalten. Wer mehr dazu wissen will, den verweise ich auf die entsprechende Wikipedia-Seite. 

Die fotografische Herausforderung bei solchen Motiven liegt auf der Hand: Der balancierende Mann wird stets und ständig fotografiert, man muss also irgendwie ein Bild finden, das noch nicht so oft gemacht worden ist. Darum bin ich nach Feierabend hingegangen und habe die blaue Stunde ausgenutzt, das eliminiert in der Regel alle konkurrierenden Fotografien, die mit einer kleinen Kamera oder einem Handy gemacht werden. Sie klappen entweder gar nicht oder sehen wegen des hohen ISO-Wertes auf kleinem Sensor sehr verrauscht aus.

Weil ich zwar mit Kamera, aber ohne Stativ ins Büro gehe, habe ich bei ISO 1600 fotografiert, mit Blende 4 und 1/25 Sekunde. Wegen der Gegenlichtsituation ist das Gesicht des Mannes aus Beton etwas dunkel geworden (aber es ist sowieso eher schwarz als weiß), ich habe es in der Bildbearbeitung mit einem Radialfilter um eine Blendenstufe aufgehellt. Ganz erkennen muss man es nach meiner Auffassung hier ohnehin nicht, wichtiger ist die Silhouette. Sie kommt sehr gut zur Geltung, weil ich eine Position gefunden habe, in der nur der Himmel hinter dem Mann zu sehen ist und keine störenden Häuser zum Vorschein kommen. Nur zwischen seinen Beinen ragten die Zweige eines nahen Baumes ins Bild, die habe ich dann weggestempelt. Der einzige Nachteil ist, dass der Mann das linke Bein über dem Abgrund schweben lässt und nicht das rechte. Vielleicht mache ich dasselbe Foto irgendwann noch einmal mithilfe einer Leiter, um die Kamera zumindest auf Fußhöhe des Mannes zu bekommen – dann würde allerdings das Verlagsgebäude nicht mehr so schön auf den Betrachter zu stürzen. Wegen des freien Beines kann man den "Balanceakt" natürlich auch von der anderen Seite fotografieren – aber dann liegt hinter der Statue das Verlagsgebäude, und im Dunkeln wären Motiv und Hintergrund kaum noch voneinander zu unterscheiden.

Ich sage also mit dem balancierenden Mann: Hier stehe ich und kann nicht anders.

Mehr Bilder im Projekt 366:  GeneralprobeMorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. Februar, Entdecker

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Axel Springer Balanceakt Balkenhol Bein Bild Bildbearbeitung Blende Fotografie Gegenlicht Handy Haus Himmel Hintergrund ISO Kamera Mann Motiv Projekt 366 Radialfilter Sensor Silhouette Skulptur Springer Stativ Stephan Balkenhol Verlag Verlagsgebäude aufhellen blaue Stunde dunkel fotografisch wegstempeln http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-balanceakt Tue, 29 Mar 2016 20:02:00 GMT
Projekt 366 – Viel Harmonie http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-viel-harmonie

Dieser Kalauer in der Überschrift musste jetzt mal sein – schließlich handelt es sich hier um eine Detailaufnahme der Philharmonie in Berlin. Das berühmte Gebäude von Hans Scharoun, 1963 fertiggestellt, reflektiert mit seiner goldenen Farbgebung das Sonnenlicht ganz hervorragend. Und der tiefblaue Himmel an diesem schönen Ostermontag gibt diesem Foto natürlich den Rest.

Allerdings habe ich wieder nachgeholfen: Beim Fotografieren schon habe ich einen Polfilter aufs Objektiv gesetzt, der ist immer gut für satte Farben, vor allem am Himmel. Und später in der Bildbearbeitung ging es mir um das Abdunkeln des Himmels, das Aufhellen der Goldtöne und ganz allgemein um den bestmöglichen Kontrast zwischen Gelb und Blau. Den bekommt man hin, wenn man Luminanz (Leuchtdichte) und Sättigung der einzelnen Farben reguliert. Man kann also am Blau- und Gelbregler ziehen, ohne etwa das Grau des Daches zu sehr zu beeinflussen. Eine feine Sache.

Vom Bildaufbau her ist es natürlich wichtig, neben den hell leuchtenden Fassaden auch die Wandteile zu zeigen, die der Sonne abgewandt liegen – das schafft Tiefe im Bild, und es hilft dabei, hier auch wirklich ein Gebäude zu erkennen. Schwieriger ist die Frage zu beurteilen, wann dieses Foto wirklich gerade ausgerichtet ist – die einzelnen Gebäudeteile stehen in individuellen Winkeln zueinander, und außerdem habe ich die Kamera leicht nach oben gerichtet, was stürzende Linien verursacht. Die Upright-Funktion von Lightroom richtet hier nur Schaden an, ich habe mich einfach auf mein Gefühl verlassen. Das ist möglicherweise gar nicht so schlecht, denn letztlich geht es nicht um Messungen, sondern um viel Harmonie.

Übrigens ist die Philharmonie auch innen drin unglaublich attraktiv, aber Fotos kann man da natürlich nicht einfach so machen, jedenfalls kaum in Ruhe und ohne Publikum. Sollte ich das jemals schaffen, zeige ich das Bild natürlich sofort hier – aber ansonsten verweise ich auf die digitale Konzerthalle: Hier kann man sich die Philharmonie anschauen und anhören – für 14,95 Euro pro Monat gibt es Konzerte der Berliner Philharmoniker im Internetstream. Wenn man klassische Musik mag, ist das eine großartige Sache.

Mehr Bilder im Projekt 366:  Noch vier WochenGeneralprobeMorgenlichtKorkenzieherEs ist wirklich der 9. Februar

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Berlin Bildaufbau Bildbearbeitung Detail Farbe Fassade Foto Gebäude Harmonie Himmel Kamera Kontrast Leuchtdichte Licht Lightroom Luminanz Objektiv Philharmonie Polfilter Projekt 366 Sonne Sonnenlicht Sättigung Tiefe Winkel abdunkeln aufhellen blau fotografieren gelb golden stürzende Linien upright http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-viel-harmonie Mon, 28 Mar 2016 15:33:57 GMT
Projekt 366 – Tapferer Ostermarschierer http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-tapferer-ostermarschierer

Gibt es eigentlich noch Ostermärsche? Als ich jung war, kamen sie jedes Jahr wieder und richteten sich stets gegen USA, Nato, Nachrüstung, jedenfalls gegen den Westen im allgemeinen und damit letztlich auch gegen uns selbst. Das habe ich damals nicht so gesehen (ich bin sogar mitmarschiert), aber ich sehe das heute so. 

Der kleine trommelnde Hase, der bei uns zur Oster-Deko gehört, hat mich wieder an diesen Teil meiner Vergangenheit erinnert, und ich habe mich gefragt, ob ich ihn als  Ostermarschierer mit einem übermächtigen Gegner inszenieren könnte. Der coole Goldhase von Lindt war perfekt für diese Rolle, und mir kommt es bei diesem Foto besonders auf den Ausdruck in den Augen der beiden Hasen an.

Dazu war es natürlich nötig, dass beide Augen perfekt scharf sind. Die Kamera stand auf einem Stativ, und ich habe den Autofokus sowie den Bildstabilisator abgeschaltet, den Live-View-Modus aktiviert (also nicht durch den Sucher geschaut, sondern aufs Display), und das angezeigte Bild zehnfach vergrößert. Jetzt habe ich den linken Hasen manuell exakt scharfgestellt und dann den rechten millimeterweise vor und zurück bewegt, bis sein Auge ebenfalls scharf auf dem Display zu sehen war.

Fotografiert ist das Bild wieder mit einem entfesselten Blitz, der zunächst rechts, später links neben der Szene stand und mit halber oder viertel Leistung gegen die Decke blitzte. Vor der Aufnahme, aber nach dem Scharfstellen hatte ich das Licht im Raum so weit abgedunkelt, dass eine Belichtung mit ISO 50, Blende 2.8 und 1/160 Sekunde ein komplett schwarzes Bild ergab, so war mein Blitz dann die einzige Lichtquelle. Die Goldfolie des Lindt-Hasen hat, egal wo der Blitz stand, besonders gut im Kunstlicht geleuchtet, so dass ich in der Bildbearbeitung später die linke Bildhälfte stärker  aufgehellt habe als die rechte. Mit dem Weißabgleich habe ich links eine eher kühlere Stimmung geschaffen, den Goldhasen aber per Korrekturpinsel wieder etwas goldiger gemacht. So denke und hoffe ich, dass man sieht, worum es geht: eine intensive Gegenüberstellung.

Mehr Bilder im Projekt 366: Am EndeNoch vier WochenGeneralprobeMorgenlicht, Korkenzieher

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Auge Autofokus Belichtung Bild Bildstabilisator Blende Blitz Display Foto Gegenüberstellung Goldhase Hase ISO Kamera Korrekturpinsel Licht Lichtquelle Lindt Live-View Osterhase Ostermarsch Ostermärsche Ostern Projekt 366 Stativ Sucher Weißabgleich abdunkeln aufhellen fotografieren scharf http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-tapferer-ostermarschierer Sun, 27 Mar 2016 21:53:33 GMT
Projekt 366 – Vorber-Ei-tung auf Ostern http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-vorber-ei-tung-auf-ostern

Ich bin so ein typischer Mann: Um das ganze Oster-Brimborium kümmere ich mich nicht, aber wenn es denn mal da ist, finde ich es toll. Darum habe ich auch ein paar schöne Dokumentarfotos gemacht, als die beiden Frauen meines Lebens sich heute ums Eierfärben gekümmert haben. Meine Mutter hat es also trotz Zugverspätung noch bis zu uns geschafft – und musste sich dann auch gleich nützlich machen.

Mir gefällt das Foto nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern ich mag es auch fotografisch, weil darin die wunderbare Kraft des Fensterlichtes so gut zur Geltung kommt. Es geht dabei allerdings nicht um das Fenster, das man sieht – denn das macht natürlich unweigerlich meine Frau, die uns den Rücken zudreht, etwas dunkel, weil das Foto ja in diesem Sektor wie  eine Gegenlichtaufnahme wirkt. Aber links von der Kamera haben wir ein zweites Fenster in der Küche, und das beleuchtet sehr schön meine Mutter. Diesen Effekt habe ich mit einer relativ offenen Blende (2.8) unterstützt, um wenig Tiefenschärfe im Bild zu haben. Später während der Bildbearbeitung habe ich mit einer Veränderung des Bildschnitts expermientiert, um näher heranzukommen an die Szene. Dabei kommen sogar die Augen meiner Mutter an den Schnittpunkt der Drittellinien. Trotzdem habe ich die Sache verworfen und das Bild 1:1 übernommen, wie es war – weil es dann mehr Luft zum Atmen hat, und weil es mit diesem nicht ganz optimalen Schnitt weniger wie die Arbeit eines professionellen Fotografen wirkt, sondern beiläufiger. Das fand ich für dieses Foto angemessener. 

Mehr Bilder im Projekt 366: V.I.PeeAm EndeNoch vier WochenGeneralprobe, Morgenlicht

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Bildbearbeitung Bildschnitt Blende Drittellinie Eier Eier färben Eierfärben Fenster Fensterlicht Foto Frau Gegenlichtaufnahme Kamera Küche Ostern Projekt 366 Schnitt Tiefenschärfe fotografisch färben offene Blende http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-vorber-ei-tung-auf-ostern Sat, 26 Mar 2016 17:51:22 GMT
Projekt 366 – Abfahrt nach Budapest http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-zug-in-eine-andere-welt

Super, dachte ich, da hast du ja viel Zeit zum Fotografieren, als mich meine Mutter anrief, dass ihr Zug nach Berlin Verspätung haben würde. Ich aber saß da schon im Auto und wusste nun, dass ich nicht nur 20 Minuten Zeit hätte, um ein schönes Bahnhofsfoto zu machen, sondern etwa eine Stunde mehr. Und was soll ich sagen? Ich habe mich extrem schwer getan dieses Mal. Aber dann fuhr doch noch der Nachtzug nach Budapest ein, und da fielen mir sofort die schönen altmodischen Waggons auf, ganz ähnlich wie früher bei meiner Märklin-Bahn. Und im Moment der Abfahrt bekam ich dann mein Motiv mit der Frau und dem Mann am Fenster.

Diese Fenster habe ich in der Bildbearbeitung etwas aufgehellt, damit man die Menschen dahinter nicht nur als Schatten wahrnimmt, aber ansonsten ist hier nicht viel passiert. Im Berliner Hauptbahnhof (hier die tiefste Ebene) herrscht permanent ein diffuses und gedämpftes Licht, für Fotos eignet sich das ganz hervorragend.

To the woman and the man on the photo: If it bothers you that I uploaded this picture to my website, please accept my apologies. Send me an e-mail, and I'll delete it immediately (by the way: nobody can download the pic from here). But if you like this picture as much as I do, please contact me anyway, and I 'll be happy to send you the hi-res file and additionally a large hi-res print. 

An die Frau und den Mann auf dem Foto: Wenn es Sie stört, dass ich dieses Bild auf meine Website hochgeladen habe, dann bitte ich Sie vielmals um Entschuldigung. Senden Sie mir eine E-Mail, und ich lösche das Bild sofort (übrigens: Niemand kann es hier herunterladen). Aber wenn Ihnen das Foto genauso gut gefällt wie mir, dann nehmen Sie bitte ebenfalls Kontakt mit mir auf. Ich sende Ihnen dann gern die hochaufgelöste Datei zu und außerdem einen großen Ausdruck des Fotos.

Mehr Bilder im Projekt 366: SpiegelproblemV.I.PeeAm EndeNoch vier Wochen, Generalprobe

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Bahnhof Bahnhofsfoto Berlin Bildbearbeitung Budapest Fenster Frau Hauptbahnhof Licht Mann Mensch Motiv Nachtzug Projekt 366 Waggon Zug diffus fotografieren gedämpft http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-zug-in-eine-andere-welt Fri, 25 Mar 2016 22:50:13 GMT
Projekt 366 – Porträt einer Legende http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-portr-t-einer-legende

Gut, das Wort Porträt führt hier vielleicht ein wenig in die Irre. Allerdings: Meinen kurzen nächtlichen Rundgang durch New York habe ich mit einer 50-Millimeter-Festbrennweite unternommen, montiert auf eine Kamera mit kleinerem APS-C-Sensor. Der Bildausschnitt ist also derselbe wie bei einem 80-Millimeter-Objektiv, und damit komme ich der klassischen Porträtbrennweite von 85 Millimetern ja doch sehr nahe.

Jedenfalls verändern sich die Motive in den Häuserschluchten stark, wenn man weder zoomen noch einen Weitwinkel nutzen kann. Aber nach kurzer Umgewöhnung ist es natürlich trotzdem sinnvoll zu fotografieren, und als ich an der Kreuzung Park Avenue und 34. Straße freien Blick aufs Empire State Building hatte (das steht dann zwei Avenues weiter westlich), habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, eine Art Porträt dieses berühmten Hauses zu machen. Der beste Standort mitten auf der 34. Straße stand wegen des Verkehrs nicht zur Verfügung, von den Bürgersteigen aus waren meist Bäume und Äste im Weg, aber irgendwann habe ich dann diese Position mit den Verkehrsschildern gefunden.

Im Original ist das Bild natürlich in Farbe. Aber die Schilder sind rot, und egal, was die Bildbearbeitung in Sachen Kontrast, Sättigung, Abdunklung auch hergibt: Rot zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Doch mein Motiv sind nicht die Schilder, sondern es ist das legendäre Hochhaus, daher war die Umwandlung in Schwarzweiß nötig. Und ja: Zwischen Schildern und Empire State Building stehen weitere Häuser, und es waren auch drei Zimmer erleuchtet. Die habe ich aus Gründen der Konzentration aufs Motiv weggestempelt. Ich weiß, dass das nicht jeder gutheißt, aber ich verweise auf mein Bild vom 1. März, unter dem ich etwas sage über den Unterschied zwischen Fotografieren und Bildermachen.

Mehr Bilder im Projekt 366: Master of DisasterSpiegelproblemV.I.PeeAm Ende, Noch vier Wochen

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) 50 Millimeter 85 Millimeter APS-C APS-C-Sensor Abdunklung Aufmerksamkeit Bildausschnitt Bildbearbeitung Brennweite Empire State Building Farbe Festbrennweite Haus Hochhaus Häuserschlucht Kamera Kontrast Konzentration Motiv Nacht New York Objektiv Park Avenue Porträt Porträtbrennweite Projekt 366 Sensor Sättigung Verkehrsschild Weitwinkel Zoom fotografieren nächtlich rot schwarzweiß wegstempeln zoomen http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-portr-t-einer-legende Thu, 24 Mar 2016 15:17:51 GMT
Projekt 366 – Ein Meister bei der Arbeit http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-ein-meister-bei-der-arbeit

Wir sehen hier jemanden, den man nicht alle Tage sieht – Tsunemi Oyama ist einer von nur vier Takumi beim Autohersteller Nissan. Takumi nennt man in Japan besonders gut ausgebildete Handwerksmeister, und Oyama und seine drei Kollegen sind die einzigen, die Plaketten mit ihrer Unterschrift am V6-Motor des Sportwagens Nissan GT-R anbringen dürfen – nachdem sie ihn in Handarbeit zusammengebaut haben. Aufgenommen habe ich das Bild bei der Automesse in New York, wo die neueste Ausbaustufe des GT-R vorgestellt wird, und wo einer der vier Takumi immer mal live an einem Motor herumschraubt (momentan dürfte also kein weiterer GT-R entstehen).

Wegen der Basecap auf dem Kopf hätte ich eigentlich blitzen sollen, aber ich wollte erstens die Konzentration nicht stören, und zweitens fotografiere ich unter dem Kunstlicht der Messehallen ohnehin lieber ohne Blitz, mir gefällt einfach diese besondere Lichtstimmung. In der Bildbearbeitung habe ich später einen Radialfilter auf Oyamas Gesicht gelegt und die Belichtung um 0,75 Blendenstufen erhöht. Die weiteren Bearbeitungsschritte folgen meinem üblichen Stil: Klarheit, Kontrast, Dynamik und Belichtung ein Stück nach oben, Weiß ebenfalls rauf und Schwarz runter, dazu passt hier auch noch eine Vignette. Außerdem habe ich Verlaufsfilter von links oben nach rechts unten und umgekehrt gezogen und das Bild darunter etwas abgedunkelt, damit das Gesicht des Meisters besser zur Geltung kommt. 

Mehr Bilder im Projekt 366: Die gute alte ZeitMaster of DisasterSpiegelproblemV.I.PeeAm Ende

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Autohersteller Automesse Basecap Belichtung Bild Bildbearbeitung Blendenstufe Blitz Dynamik GT-R Gesicht Handarbeit Handwerksmeister Japan Klarheit Kontrast Kopf Kunstlicht Lichtstimmung Meister Messehalle Motor New York Nissan Nissan GT-R Oyama Projekt 366 Radialfilter Sportwagen Takumi Tsunemi Oyama V6 V6-Motor Verlaufsfilter Vignette abdunkeln abgedunkelt blitzen fotografieren schwarz weiß http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-ein-meister-bei-der-arbeit Wed, 23 Mar 2016 22:11:57 GMT
Projekt 366 – American Icons http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-american-icons

Auf den ersten Blick sind es vier typische USA-Symbole, die man auf diesem Bild sieht – der Kenner identifiziert allerdings auch fünf. Gehen wir es kurz durch: Hier legt offensichtlich jemand eine Verschnaufpause ein, der sich als Freiheitsstatue verkleidet und normalerweise gegen ein paar Dollar Fotos mit Touristen macht. Symbol eins ist also die Statue of Liberty selbst und Nummer zwei natürlich die Nationalflagge – auch wenn die Stars and Stripes hier ein wenig achtlos zusammengeknüllt wurden. Symbol Nummer drei ist das McDonald's-Logo – ein American Icon der Moderne,  genau wie der Ford Mustang, dessen Foto zufällig über dem Schnellrestaurant eingeblendet wurde, als ich hier fotografierte. Hier, das ist in diesem Fall der Times Square in New York, also American Icon Nummer fünf.

Man erkennt den Times Square auf diesem sehr verdichteten Bild natürlich nicht sofort, theoretisch könnte das auch irgendwo in Chicago sein. Aber der exakte geografische Kontext ist auch gar nicht in jedem Bild notwendig. Irgendein Kontext ist schön (hier ist es die Reihe der amerikanischen Symbole), aber man muss nicht immer sofort wissen, wo man ist. Gerade auf berühmten Plätzen, wo sich so viel Leben abspielt, ist es interessant, auch mal dichter heranzugehen und Details, einzelne Menschen oder Gruppen zu fotografieren. In einer Bilderserie aus dem Urlaub wirkt so ein Bild hervorragend neben den Totalaufnahmen und Selfies, die man sonst so macht. Normalerweise ist es natürlich besser, Personen nicht von hinten, sondern von vorn zu fotografieren, aber in diesem Fall war die Symbolreihe Stars and Stripes, Freiheitsstatue, McDonald's und Ford Mustang eben nur so zu bekommen. 

Ach ja: Weil dies ja wieder ein Streetfoto ist, habe ich es natürlich auch in Schwarzweiß bearbeitet – sieht aber nicht gut aus, das gelbe "M" der Imbisskette geht dann fast völlig unter.

Mehr Bilder im Projekt 366: Winter-WiderspruchDie gute alte ZeitMaster of DisasterSpiegelproblemV.I.Pee

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Bild Details Flagge Ford Ford Mustang Foto Freiheitsstatue Leben Logo McDonald's Mensch Mustang Nationalflagge New York Person Plätze Projekt 366 Stars and Stripes Statue of Liberty Streetfoto Symbol Times Square Tourist USA Urlaub amerikanisch fotografieren geografisch schwarzweiß http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-american-icons Tue, 22 Mar 2016 21:10:36 GMT
Projekt 366 – Happy Family http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-happy-family

Das Selfie des Jahres, oder? Ich hätte heute noch viel mehr Leute bei dieser speziellen Art der Fotografie beobachten können, denn das Innere der Grand Central Station in New York beeindruckt die Menschen so sehr, dass sie ihren Besuch dort dringend protokollieren müssen. Diese Familie hat es sich dann so richtig gegeben, und sie haben auch etwas länger versucht, ein wirklich gutes Bild zu machen, so dass ich in Ruhe ein paar Mal abdrücken konnte. Ich mag das Foto sehr, weil sie sich alle so toll Mühe geben, damit aus diesem einen Moment ihrer gemeinsamen Reise etwas Besonderes wird – und dass neun Personen gleichzeitig lächeln und die Augen offen haben, erlebt man ja als Fotograf auch nicht alle Tage. Das Selfie hat auch in dieser Hinsicht eine geradezu magische Wirkung. 

Was die Persönlichkeitsrechte an diesem Streetfoto angeht, kommt hier wieder mein üblicher Disclaimer zum Einsatz: Bei Beschwerden lösche ich das Bild, aber ich erwarte eher, dass sich die Leute freuen, und biete die Originaldatei und einen schönen Ausdruck an.

Vielleicht noch ein Wort zur Bildgestaltung. Ich stand exakt in der Mitte der Szenerie, ich habe mich nämlich ans mittig angebrachte Treppengeländer gelehnt. Leider stand die Familie selbst nur gefühlt in der Mitte, und ich hatte nun die Wahl, beim Bearbeiten entweder die legendäre Uhr des New Yorker Hauptbahnhofs in die Mitte des Bildes zu nehmen oder die Familie. Beides gleichzeitig ging nicht – bis ich das Foto ein bisschen gekippt habe

To the family on the photo: If it bothers you that I uploaded this picture to my website, please accept my apology. Send me an e-mail, and I'll delete it immediately (by the way: nobody can download the pic from here). But if you like this picture as much as I do, please contact me anyway, and I 'll be happy to send you the hi-res file and additionally a large hi-res print. 

Mehr Bilder im Projekt 366: Landschaft ohne SonneWinter-WiderspruchDie gute alte ZeitMaster of Disaster, Spiegelproblem

]]>
mail@stefananker.com (Stefan Anker) Auge Bild Bildbearbeitung Bildgestaltung Familie Foto Fotograf Fotografie Grand Central Grand Central Station Hauptbahnhof Menschen Mitte Moment New York Persönlichkeitsrecht Projekt 366 Reise Selfie Street Photography Streetfoto Uhr bearbeiten gekippt lächeln http://www.stefananker.com/blog/2016/3/projekt-366-happy-family Mon, 21 Mar 2016 22:28:08 GMT